Schweden im Miniaturformat

Wenn Sie die Pforten von Skansen durchschreiten, tauchen Sie in eine andere Zeit ein.

Oder vielmehr in andere Zeiten, denn hier durchstreifen Sie Schweden in mehreren Jahrhunderten, in Gebäuden, die aus allen Landesteilen stammen. Skansen ist ein Freilichtmuseum, das lebt. Hier gehen Handwerker ihrer Arbeit nach, hier sitzen fleißige Bauersfrauen am Spinnrad. Hier können Sie zusehen, wie hauchdünnes Brot (tunnbröd) und leckere

Zimtschnecken (kanelbullar) gebacken werden. Jeder Bereich in Skansen hat seine eigene Geschichte und schildert das Leben und Arbeiten der Menschen in der damaligen Zeit. Hier erwachen Festgebräuche und Traditionen vergangener Tage zu neuem Leben.

Eine Reise durch die Zeit

Skansen ist das älteste Freilichtmuseum der Welt. Es wurde von Artur Hazelius gegründet und 1891 eröffnet.

Die Idee für Skansen entsprang der damals modernen Rückbesinnung auf alte Traditionen und Bräuche. Auf
einer Reise nach Dalarna im Sommer 1872 fiel Hazelius auf, dass die alte bäuerliche Kultur vielerorts zugunsten
der modernen Industrielandschaften im Verschwinden begriffen war. Er hielt es für überaus wichtig, schleunigst
Gegenstände und Zeitzeugnisse zusammenzutragen, um diese für kommende Generationen zu bewahren.

Bereits im Jahr 1873 eröffnete Artur Hazelius die skandinavischethnografische Sammlung in der Stockholmer Drottninggatan. Hier stellte Hazelius Einrichtungsgegenstände aus Dalarna und Übersichtstafeln mit Schilderungen

früherer Lebens- und Arbeitsweisen aus. 1878 reiste er mit einigen dieser Tafeln zur Weltausstellung in Paris, wo sie großes Interesse erregten.

Mit dem Bau des nordischen Museums auf der Insel Djurgården kam Hazelius seinem Traum einen weiteren Schritt näher. Hierbei erhielt er die Gelegenheit, ein Grundstück auf dem Hügel Skansen zu kaufen, auf dem er die auf seinen Reisen erworbenen Gebäude errichten konnte.

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